Die Equity ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Hand im aktuellen Moment gegen die gegnerische(n) Hand/Hände bis zum Showdown gewinnt, ausgedrückt in Prozent. Liegt deine Equity bei 65 %, bedeutet das: Wiederholst du die exakt gleiche Situation 100-mal, gewinnst du im Schnitt etwa 65-mal. Sie wird zu jedem Zeitpunkt berechnet – Preflop, Flop, Turn oder River – indem alle verbleibenden Outs berücksichtigt werden, und ihr Wert nähert sich mit fortlaufendem Board immer stärker der Gewissheit.
Die Equity ist der Ausgangspunkt jeder Poker-Entscheidung. Ob du callen, raisen oder folden solltest, ergibt sich aus dem Vergleich von „Wie oft gewinne ich?“ und „Wie viel muss ich im Verhältnis zum Pot riskieren (Pot Odds)?“. Eine hohe Equity allein macht einen Call nicht automatisch richtig, und selbst bei niedriger Equity kann ein Call profitabel sein, wenn die Pot Odds gut sind.
Wähle im Rechner oben deine Holecards und die gegnerischen Hände als Karten aus und gib das Board (Flop, Turn, River) ein – dann werden die Gewinn- und Split-Wahrscheinlichkeiten jedes Spielers in Echtzeit berechnet. Du kannst bis zu vier Hände nebeneinander stellen und ihre Equity im direkten Duell vergleichen.
Mit der Equity allein ist die Entscheidung nicht getroffen. Verstehst du die folgenden drei Konzepte, kannst du die Zahlen des Rechners in echte Entscheidungen am Tisch übersetzen.
Die Equity ist „wie oft du gewinnst“, die Pot Odds sind „die Mindest-Gewinnrate, die ein Call braucht“. Ist deine Equity größer als die Pot Odds, ist der Call langfristig profitabel. Verlangen die Pot Odds zum Beispiel 25 %, deine Equity liegt aber bei 35 %, dann ist der Call richtig.
Selbst mit 65 % Equity kannst du eine einzelne Hand verlieren. Wahrscheinlichkeiten realisieren sich nur auf lange Sicht, und entscheidend ist, sich von kurzfristigen Ergebnissen (Varianz) nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Einen All-in als Favorit zu verlieren, ist kein Fehler.
Deine volle Preflop-Equity realisierst du nur selten. Out of position (OOP) oder gegen aggressive Gegner wirst du aus der Hand gedrängt und kannst deine Equity nicht voll einsacken. Wenn du also OOP (out of position, Positionsnachteil) bist, solltest du die angezeigte Equity konservativer bewerten.
Es ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Hand gewinnt, wenn die aktuelle Situation bis zum Showdown läuft. Sie ergibt sich aus der Anzahl deiner Outs (der verbleibenden Karten, die deine Hand gewinnen lassen) und der Anzahl der noch kommenden Boardkarten. Ein Gutshot (Inside Straight Draw) hat 4 Outs und damit bis zum River rund 17 % Equity.
Das kommt auf die Situation an. Liegen die für den Call nötigen Pot Odds unter 40 % (z. B. 33 %), ist der Call profitabel; liegen die Pot Odds über 40 %, ist Folden richtig. Rechnest du zusätzlich die Implied Odds ein (das zusätzliche Geld, das du bei einem Treffer gewinnst), kann sich die Entscheidung ändern.
Nein. Dieser Rechner berechnet die Gewinnraten zu jedem Zeitpunkt – Preflop, Flop, Turn oder River. Auch ohne All-in kannst du damit prüfen, „wie stark mein Draw gerade ist“, und das Ergebnis mit den Pot Odds vergleichen.